Ezechiel 34,11-12.15-17 – Übersetzungen


– sich den Text vorlesen lassen


 

Meine eigene Übersetzung der Lesung aus dem Alten Testament am 28. November 2017, Christkönigssonntag (Lesejahr A):1

11 Denn so spricht der Herr JHWH: Siehe ich [bin es], ich suche mein Kleinvieh und kümmere mich um es. 12 Wie ein Hirte sich um seine Herde kümmert an dem Tag, wenn er inmitten seines versprengten Kleinviehs ist, so will ich mich um mein Kleinvieh kümmern und sie erretten von allen Orten, dorthin sie zerstreut wurden am Tag von Wolke und Düsternis. 13 Ich führe sie hinaus aus den Völkern, ich sammle sie aus den Ländern und bringe sie zu ihrem Erdboden: ich weide sie auf den Bergen Israels, an den Tälern und allen Wohnstätten des Landes. 14 Auf gutem Weidegrund werde ich sie weiden, auf den Berghöhen Israels sei ihr Weidegebiet, dort sollen sie lagern im guten Weidegebiet, fetten Weidegrund sollen sie weiden auf den Bergen Israels. 15 Ich, ich werde mein Kleinvieh weiden und ich, ich werde sie sich lagern lassen – Spruch des Herrn JHWH. 16 Das Verlorene werde ich suchen, das Vertriebe werde ich zurückholen, das Gebrochene werde ich verbinden, das Kranke werde ich kräftigen. Das Fette und das Starke werde ich vernichten. Ich werde es weiden durch Rechtsentscheid. 17 Und ihr, mein Kleinvieh, so spricht der Herr JHWH: Siehe ich bin Richter zwischen einzelnem Kleinvieh und einzelnem Kleinvieh. An die Schaf- und Ziegenböcke: 18 Ist es euch zu wenig, dass ihr auf dem guten Weidegrund weidet und euren restlichen Weidegrund zertrampelt mit euren Füßen? Dass ihr klares Wasser trinkt und das Restliche mit euren Füßen verschmutzt? 19 Mein Kleinvieh muss abweiden, was eure Füße zertrampelt haben, und trinken, was eure Füße verschmutzt haben.

Ezechiel 34,11-19

Zum Vergleich hier eine lizenzfreie Übersetzung aus der unrevidierten Elberfelder Bibel von 19052:

11 Denn so spricht der Herr, Jehova: Siehe, ich bin da, und ich will nach meinen Schafen fragen und mich ihrer annehmen. 12 Wie ein Hirt sich seiner Herde annimmt an dem Tage, da er unter seinen zerstreuten Schafen ist, also werde ich mich meiner Schafe annehmen und werde sie erretten aus allen Orten, wohin sie zerstreut worden sind am Tage des Gewölks und des Wolkendunkels. 13 Und ich werde sie herausführen aus den Völkern und sie aus den Ländern sammeln und sie in ihr Land bringen; und ich werde sie weiden auf den Bergen Israels, in den Tälern und an allen Wohnplätzen des Landes. 14 Auf guter Weide werde ich sie weiden, und auf den hohen Bergen Israels wird ihre Trift sein; daselbst, auf den Bergen Israels, werden sie auf guter Trift lagern und fette Weide beweiden. 15 Ich will meine Schafe weiden, und ich will sie lagern, spricht der Herr, Jehova. 16 Das Verlorene will ich suchen und das Versprengte zurückführen, und das Verwundete will ich verbinden, und das Kranke will ich stärken; das Fette aber und das Starke werde ich vertilgen: Nach Recht werde ich sie weiden. – 17 Und ihr, meine Herde, so spricht der Herr, Jehova: Siehe, ich werde richten zwischen Schaf und Schaf, den Widdern und den Böcken. 18 Ist es euch zu wenig, daß ihr die gute Weide abweidet und das Übrige eurer Weide mit euren Füßen zertretet, und daß ihr das abgeklärte Wasser trinket und das Übriggebliebene mit euren Füßen trübet? 19 Und meine Schafe sollen abweiden, was mit euren Füßen zertreten, und trinken, was mit euren Füßen getrübt ist?

Ezechiel 34,11-19

Und hier noch ein Link zur Neuen Einheitsübersetzung: Ezechiel 34,11-19. Am Donnerstag erscheint dann zu diesem Lesungstext ein Beitrag hier auf Praedicatio. Bis dahin eine gute Woche!

Autor des Blogs:

Till Magnus Steiner

Promovierter katholischer Theologe, Exeget und Blogger, der in Jerusalem lebt und arbeitet.

Fußnoten

  1. Die fett gedruckten Verse sind die vorgesehen Verse der liturgischen Lesung. Ezechiel 34,11-16 ist jedoch eine Heilszusage, an die sich das Urteil in den Versen 17-19 anschließt. Da in der Lesung Verse aus beiden Textabschnitten vorgesehen sind, gebe ich im Folgenden Ezechiel 34,11-19 in meiner eigenen Übersetzung wieder.
  2. Die Heilige Schrift. Aus dem Urtext übersetzt. Elberfeld 1905.

Bildquellen

  • Titelbild “Ezechiel 34”: Till Magnus Steiner
Empfehlen Sie diesen Beitrag weiter:

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.